toonNews » Rezension http://blog.toonpool.com the latest stuff about toonpool.com Wed, 21 Nov 2012 17:15:33 +0000 en hourly 1 Around the World in 50 Comics http://blog.toonpool.com/rezension/around-the-world-in-50-comics/ http://blog.toonpool.com/rezension/around-the-world-in-50-comics/#comments Thu, 27 May 2010 18:04:56 +0000 Paul http://blog.toonpool.com/?p=2770

Full-page newspaper cartoons were pretty common in the United States during the first half of the 20th century. Today they are mostly extinct, which is a pity because the size of the page allows for amazing and innovative art. Germany, on the other hand, never had a really strong tradition of newspaper comics. Luckily, some papers began to publish large-sized comics a few years ago. One of them is the German version of monthly newspaper Le Monde diplomatique. Fifty comics origally published in Le Monde diplomatique have now been anthologized in a beautiful book named “In 50 Comics um die Welt” (“Around the World in 50 Comics”).

The title’s “Around the World” aspect not only refers to the newspaper’s title, it is also a hint towards the wide range of artists found in the book. Each comic page was designed by a different artist, about half of them from Germany, the oher half from all over the world. There are, for example, pages done by Berlin-based artist ATAK, Finnish  designer Leena Kisonen and US illustrator J. Otto Seibold (left).

Artwork and subject matter of the comics are as diverse as the contributing artists. There’s some commentary on current events, as shown in the two examples given here (the awesome baisse bear below, by the way, is by German artist Lisa Röper). Other cartoons are moreof the storytelling kind or showa Dada-ish kind of humor. Jens Bonnke’s “Petit Alphabet Allemand”, for example, tells us that “G” is for “Gesichtswurst” and “O” for “Ou-Ha!”. As a whole the comics could be described as ‘somewhat artsy’ and very often the distinction between comic, cartoon and illustration is blurred.

In most cases, the captions are in German although there are some comics without words and a few ones in English. While the verbal content is definitely worth exploring – take, for example, the sound bites included in the Seibold piece – the sheer visual impact of the pictures already makes the book worthwhile. The innovative visual design of these comics points out parallels to early precedents such as George Herriman’s Krazy Kat or Winsor McCay’s Little Nemo. Still, each one of them also shows the impact of avantgarde and underground comix. Being roughly the original size (34 x 23 cm), the cartoons are printed on heavy tan paper, which I am sure looks even better than in the original newspaper version.

Maybe it’s just wishful thinking, but aren’t full-page / full-color cartoons a way to help both traditional newspapers looking for something that makes people buy the print edition and for cartoon artists looking for wider distribution? Well.. I hope that more newspapers adopt this feature and, until this happens, I recommend Le Monde diplomatiques anthology.

Paul Hellmich

Bofinger, Karoline (ed.). In 50 Comics um die Welt. Berlin: Reprodukt, 2010. pp 64. 29 Euros.

Exhibition

June 4 to 26, 2010

Galerie Neurotitan
Haus Schwarzenberg
Rosenthaler Str. 39
13127 Berlin

Opening Hours:
Monday through Saturday 12 am to 8 pm, Sunday 2 pm to 7 pm

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Berlin – uff de Schrippe jenommen http://blog.toonpool.com/cartoons/berlin-%e2%80%93-uff-de-schrippe-jenommen/ http://blog.toonpool.com/cartoons/berlin-%e2%80%93-uff-de-schrippe-jenommen/#comments Fri, 17 Apr 2009 13:59:59 +0000 Battlestar http://blog.toonpool.com/?p=285 Berlin – uff de Schrippe jenommen

Mit „Voll dit Leben!“ tritt der Berliner Cartoonist Sam in die Fußstapfen des berühmten Heinrich Zille. Jetzt ist das Buch erhältlich bei toonpool.com für 15 Euro.

Das Berliner „Milljöh“ ist untrennbar mit dem Namen Zille verbunden. Der berühmte „Pinsel-Heinich“ prägte wie kein anderer das Bild der preußischen Industriemetropole – ein Moloch aus Mietskasernen und Maschinenhallen, der den Menschen kaum Luft zum Atmen ließ. „Wenn ick will, kann ick Blut in den Schnee spucken… “, lautet ein bekannter Satz aus dem Mund eines schwindsüchtigen Zille-Kindes. Mit bitter-ironischem Witz hat der Berliner Grafiker und Karikaturist das Leben in den Hinterhöfen, Hurenhäusern und Arbeiterkaschemmen zu einer sozialkritischen Proletenidylle veredelt und dem Berliner Dialekt bis auf den heutigen Tag internationalen Kultstatus verliehen.

Inzwischen sind die Fabriken modernen Innovationszentren gewichen. Aus den Eckkneipen wurden Coffee-Shops. Und aus den Mietshäusern durchsanierte Mittelstandsquartiere für den urbanen Akademikernachwuchs. Ist Zille damit endgültig ein Fall fürs Museum?

sam paff voll dit leben preview

Nicht unbedingt: Mit Sam ist ein neuer Zeichner in die Fußstapfen des alten Meisters getreten und findet abseits der ausgetrampelten Szenepfade und Sightseeing-Touren noch genügend Stoff für seine Milieu-Studien. Es gibt sie noch, die „Ickes“ und „Kiekste was“, nur dass man sie nicht in der Ständigen Vertretung, im Borchardt oder in den zahllosen Strand-Cafés an der Spree trifft. Eher schon an der Wurst-Bude, wo eine Berliner Type das „Siebenjänge-Menü“ bestellt: „Eene Bratwurscht und ’n Sixpack Bier“. Sam, mit bürgerlichem Namen André Paff, holt sich seine Inspirationen aus Kneipen wie Puschel in der Potsdamer Straße oder dem Torpedokäfer im Prenzlauer Berg. Orten, an denen sich der selige Mief der Eckkneipe mit den bierschweren Ergüssen standorttreuer Tresen-Philosophen mischt.

Die Hölle, das ist nicht mehr ein Leben zwischen Kohlenschleppen und Kartoffelsuppe. Die Hölle, das sind die fortwährenden Kleinkriege mit aktuellen und verflossenen Lebenspartnern, die Widrigkeiten einer Hartz-IV-Existenz und die ewige Frage nach dem letzten Bier. Da sagt der Wirt zu Gast: „Du hast noch zwölf Bier vom letzten Mal uff’n Deck’l stehn.“ Sagt der Gast: „Kannste wegkippen, trinkt ‚eh keena mehr.“ Oder ein nackter Mann steht in der Wohnung und die Frau in der Tür sagt: „So meinte ick dit nich: Du bist ausjezogen, wenn ick nach Hause komm!“

sam paff voll dit leben preview


Auch der bayerische Tourist in der Lodenjoppe mit Hirschhornknöpfen bekommt sein Fett weg, etwa wenn er fragt: „Wie komme ich denn in den Zoo?“ – und die Antwort lautet: „Als wat denn?“ Unverkennbar, hier hat der berühmte Eckensteher Nante als Vorbild gedient. Wie überhaupt der berüchtigte Berliner Humor mit seinem Charme wie aufgekochtes Spülwasser bei Sam gut aufgehoben ist.

Inzwischen sind Sams Alttagsbetrachtungen fester Bestandteil in den Berliner Medien. Im „Berliner Kurier“ hat er täglich einen Cartoon und in der U-Bahn kann man seine Zeichnungen auf dem Monitor bewundern. Jetzt hat er ein Buch herausgebracht. In „Voll dit Leben!“ finden sich 128 seiner besten Zeichnungen – ein Sammelsurium aberwitziger Proleten-Poesie. Wie der der Trinker, der vor Kumpels noch mal sein Leben Revue passieren lässt:: „Also wenn ick noch mal uff de Welt komm, denn wäre ick jern so wie ick“?“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Karl Hermann
(toonpool.com)

Voll dit Leben! Sam, 128 Seiten, 15 Euro
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Das Buch „Voll dit Leben!“ ist der Auftakt einer Reihe von Cartoon-Büchern aus dem toonpool.com-Verlag. Cartoonisten, die an einer Buchveröffentlichung interessiert sind, können sich gern bei toonpool.com melden.

sam paff voll dit leben preview

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